Die Yanomami-Indianer: Rettung für ein Volk - meine wichtigsten Expeditionen


 
Das Beste aus mehreren Büchern
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(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)    Rezension bezieht sich auf: Die Yanomami-Indianer: Rettung für ein Volk - meine wichtigsten Expeditionen (Taschenbuch) Dies ist mein erstes Buch von Rüdiger Nehberg, und ich muss sagen, Deutschlands bekanntester Überlebenskünstler weiß zu schreiben. Das Buch enthält Auszüge oder Zusammenfassungen aus mehreren älteren Büchern von ihm, deren Abenteuer in Zusammenhang mit seinem Engagement für die Yanomami stehen. Nehberg und seine Begleiter haben in den 80ern und 90ern auf die katastrophale Situation aufmerksam gemacht: Nach Goldfunden waren 65.000 Goldsucher in das Indianergebiet im Norden Brasiliens eingefallen, beschützt und bewaffnet von einer politischen Mafia, und sie gruben den Regenwald systematisch in eine vergiftete Wüste um. Jeglicher Widerstand der etwa 10.000 Indianer wurde brutal niedergeschlagen, es gab Vergewaltigungen und Massaker. "Affen schießen" wurde das genannt.

Nehberg erzählt hier zwei Episoden, bei denen er sich als Spion mit jeweils einem Begleiter (Wolfgang Brög und Christina Haverkamp) in ein Goldsucherlager eingeschleust und unter Lebensgefahr gefilmt hat. Die Zustände kann man wohl nur mit dem Wilden Westen in seinen härtesten Zeiten vergleichen, doch es hat sich gelohnt. Die Filmdokumentationen haben wesentlich zu der internationalen Bewegung zur Rettung der Yanomami beigetragen. In zwei weiteren Episoden erzählt er von Atlantiküberquerungen von Dakar nach Brasilien - mit dem Tretboot 1987 und auf einem Bambusfloß 1992, und hier grüßen Piraten, Haie und nächtliche Schlammwellen.

Die Geschichten sind absolut spannend zu lesen. Nehberg und Kollegen sind wirklich laufend an ihre Grenzen gegangen, und er hat eine nette Art, mitreißend davon zu erzählen ohne aufdringlich zu wirken. Interessant fand ich seine Erfahrungen mit der Oeffentlichkeitarbeit, den Medien, den Gewerkschaften, den Politikern, der UNO und der Weltbank - das Buch ist ein vorzügliches Beispiel, wie Aktionen vor Ort international zu Erfolg führen können. Und nicht zuletzt wird in diesem Buch auch viel Lebensphilosophie vermittelt, die bei den Yanomami abgeschaut ist. Das einfache Leben in Einklang mit der Natur, glücklich mit wenig Arbeit und ohne Stress - "Die Yanomami kämen mit ihrer Lebensform noch in tausend Jahren klar". Das kann man vom Rest der Welt wohl nicht behaupten.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 19. Juli 2008
Kundenrezensionen:
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2. Taten statt Warten!
1. sehr empfehlenswert!
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